Per Olov Enquist: Grossvater und die Schmuggler

Per Olov Enquist

Grossvater und die Schmuggler
Übersetzt von Wolfgang Butt.

Mit Bildern von Leonard Erlbruch.
München: Carl Hanser 2011.

157 S., CHF 19.90

ISBN 978-3-446-23659-2

Der Autor

Per Olov Enquist wurde 1934 in Hjoggböle, einem Dorf im Norden Schwedens geboren. Nach dem Studium der Literaturwissenschaft in Uppsala arbeitete er als Theater- und Literaturkritiker und zählt heute zu den bedeutendsten Autoren Schwedens. Enquist war immer kulturpolitisch aktiv und brachte sich in verschiedenen öffentlichen Gremien wie dem Schriftstellerverband Schwedens ein. Für seine Autobiographie «Ein anderes Leben» (2009) wurde er mit dem renommiertesten schwedischen Literaturpreis, dem August-Preis, ausgezeichnet. Enquist lebt heute in Stockholm.

Kulturmagazin Perlentaucher

Verlagshomepage: zum siebzigsten Geburtstag

Der Illustrator

Leonard Erlbruch, geboren 1984 in Wuppertal, zeichnet seit seiner frühen Kindheit. Er illustrierte noch als Schüler das erste Großvater-Buch. Inzwischen studiert er Illustration in Leipzig. Leonard ist der Sohn des bekannten Illustrators Wolf Erlbruch.

Website des Verlags

Inhalt

Marcus ist ein Junge, der bestechend unlogisch denkt. Er träumt zum Beispiel davon, mit dem Fahrrad auf Bäume zu fahren. Eine Dichternatur, sagt der Grossvater – nicht ohne Stolz. Er muss es wissen, denn er ist selbst Dichter, sogar einer der bekanntesten Autoren Europas. Die Figur des Alten in den beiden Büchern «Grossvater und die Wölfe» sowie «Grossvater und die Schmuggler» ist für einmal nicht frei erfunden, sondern ein wunderbares Selbstporträt des grossen Schweden Per Olov Enquist.

Marcus und dieser Grossvater also sind ein unschlagbares Team; zusammen mit Marcus‘ Schwester und zwei Cousinen gelang es ihnen in «Grossvater und die Wölfe», ein Wolfsjunges vor bösartigen Jägern zu retten.

In «Grossvater und die Schmuggler» sind alle ein paar Jahre älter – die Kinder sind selbständiger, der Grossvater dafür etwas «tüddelig», wie seine Lebensgefährtin sich ausdrückt. Diesmal nimmt es das Generationen-Team mit richtig gefährlichen Schmugglern auf, die keine Hemmungen haben, mit ihren Kalaschnikows auf Kinder zu zielen.

Enquists zweites Kinderbuch brilliert mit Sprachspielen, selbstironischen Grossvatersprüchen und erzählerischen Finessen. Gleichzeitig ist es ein richtiger Thriller, ein Abenteuerroman mit einem Showdown, bei dem man sich festhalten muss. Am besten an einem Grossvater - beziehungsweise an einer Enkelin.

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