Katja Alves: Beste Freundin dringend gesucht!

Katja Alves

Beste Freundin dringend gesucht!

Mit Bildern von Anke Kuhl.
Weinheim: Beltz&Gelberg 2010.
176 S., CHF 19.90
ISBN 978-3-407-79967-8

Die Autorin

Katja Alves wurde in Coimbra (Portugal) geboren als Tochter eines Kunstmalers / Architekten und einer Mittelschullehrerin. Aufgewachsen ist sie in Zürich, hier machte sie Ausbildungen zur Flugverkehrsassistentin, Buchhändlerin, Dokumentalistin und Radiojournalistin.

Heute arbeitet Alves als Lektorin und Autorin. Sie schreibt für verschiedene Zeitungen und Zeitschriften, in erster Linie aber Kinderbücher und -hörspiele. Bekannt ist sie auch als Mit-Autorin der DRS1-Morgengeschichten und «Schreckmümpfeli». Sie lebt mit ihrer Tochter in Zürich.

Website der Autorin

Die Illustratorin

Anke Kuhl, geboren 1970, hat freie bildende Kunst in Mainz und visuelle Kommunikation in Offenbach studiert. Seit 1999 arbeitet sie als freie Illustratorin und Grafik-Designerin in der Ateliergemeinschaft "labor" in Frankfurt. Sie erhielt das Troisdorfer Bilderbuchstipendium 2002 und den Eulenspiegel-Bilderbuchpreis 2005.

www.laborproben.de

Inhalt

Elfriede ist die beste beste Freundin, die man sich wünschen kann. Sie ist hilfsbereit, hat tausend gute Ideen und ist für jedes Abenteuer zu haben: je verrückter, desto besser. Hubert sieht das auch so, genau wie Hamster Dieter. Dennoch ist das Leben für Elfriede nicht leicht. Gut, Hubert ist ein Freund, auf den sie sich verlassen kann (auch wenn er alle Geheimnisse ausplaudert), doch er hat den Fehler, dass er ein Junge ist. Und die Grossmutter, die Elfriede regelmässig im Altersheim besucht, versteht sie zwar viel besser als die anderen Erwachsenen, doch sie vergisst alles. Und Elfriede möchte nun einmal eine beste Freundin. Dazu heckt sie Pläne aus, die sie dann auch unerschrocken in die Tat umsetzt.

Dass die in Portugal geborene Zürcherin Katja Alves witzig und rasant erzählen kann, weiss man unter anderem von ihren Radiobeiträgen. Und die vielen Lebenswelten, die ihren ersten Kinderroman so bunt und lebendig machen, hat sie wohl in ihren zahlreichen Berufen kennengelernt.

Ihre Figuren, Mitglieder einer normal-chaotischen Familie, sind leicht überzeichnet, was der Geschichte etwas Schwereloses gibt. Elfriedes Sorgen dagegen und ihre Versuche, die Welt in Ordnung zu bringen, wenn sie wegen streitender Eltern oder verzweifelter Grossmutter aus den Fugen zu gehen droht, nimmt Katja Alves allerdings sehr ernst. Grossartig, wie sie die kindliche Perspektive der Wahrnehmung der Erwachsenen gegenüberstellt, die nie zuhören und immer Recht haben. Zum Glück gibt es die Grossmutter, die sich in ihrem Altersheim ähnlich bevormundet vorkommt wie Elfriede zuhause. Als das Mädchen einen Plan schmiedet, um der Grossmutter gegen die schreckliche Frau Schmidt zu helfen, die ihr sogar die Butter vom Frühstücksteller klaut, geht er aber gründlich schief. Am Ende landet Elfriede ebenfalls im Altersheim – als hochmotivierte Hilfskraft.

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