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Huang Beijia: Seidenraupen für Jin Ling
Aus dem Chinesischen übersetzt von Barbara Wang und Hwang Yi-Chun.
Zürich: NordSüd 2008 (Reihe Baobab).
184 S.
ISBN 978-3-314-01568-7
Zur Autorin
Huang Beijia ist 1955 im Kreis Rugao in der Provinz Jiangsu in China geboren. Nach Beendigung der Schulzeit ging sie aufs Land und arbeitete in einer landwirtschaftlichen Produktionsgruppe, wie die meisten jungen Chinesen der damaligen Zeit. Nach bestandener Aufnahmeprüfung studierte sie ab 1977 an der chinesischen Fakultät der Pekinguniversität, wo sie 1982 auch ihr Examen ablegte. Seit 1973 ist Huang Beijia schriftstellerisch tätig und hat zahlreiche Werke für Erwachsene, Kinder und Jugendliche veröffentlicht. Einige ihrer Bücher wurden fürs Kino oder fürs Fernsehen verfilmt, oder als Theaterstücke realisiert.
Quellen: ![]()
Baobab Kinderbücher und
Solothurner Literaturtage
Inhalt
Jin Ling ist ein Mädchen, das alle mögen – sie ist elf Jahre alt, hat ein kugelrundes Gesicht, lacht gern und ist auch ein bisschen träumerisch. Aber Jin Ling hat es nicht leicht. Für ihre Eltern gibt es nichts Wichtigeres als die Aufnahmeprüfung in die Mittelschule. Denn nur wer die Prüfung besteht, hat Aussichten auf eine gute schulische Laufbahn. Und das heisst für Jin Ling, dass sich ihr ganzes Leben um Noten und um Hausaufgaben dreht. Besonders Mathematik ist ein Problem: Wenn die Aufgaben Dezimalzahlen oder Bruchrechnungen enthalten, bekommt Jin Ling Kopfschmerzen, noch bevor sie zu rechnen begonnen hat. Da hilft auch nichts, dass Mutter und Vater stundenlang mit ihr rechnen, die Grossmutter mit Fisch und Garnelen Jin Lings Hirn zu stärken versucht und ein Nachhilfelehrer sich mit ihr abmüht, denn eigentlich glaubt Jin Ling selbst nicht, dass sie rechnen kann. Doch mit einem Mal ändert sich alles. Den Seidenraupen, die Jin Ling aufzieht, geht eines Tages das Futter aus. Die Maulbeerblätter, die sie fressen, sind nirgends aufzutreiben, und Jin Ling ist schon ganz verzweifelt. Da entdeckt sie nach langem Suchen in einem fremden Garten einen Maulbeerbaum, steigt über das Gartentor und trifft dort auf die uralte Frau Sun, eine ehemalige Lehrerin. Grossmutter Sun, wie sie Jin Ling nennt, trifft mit ihr eine Vereinbarung: zehn Maulbeerblätter gegen eine halbe Stunde Mathematik – und plötzlich verbessern sich Jin Lings Noten.
