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Paula Fox: Ein Bild von Ivan
Aus dem Englischen von Brigitte Jakobeit.
Köln: Boje-Verlag 2007.
123 S.
ISBN 978-3-414-82059-4
Zur Autorin
Paula Fox, geboren 1923 in New York City. Ihre Eltern - der Vater war irisch-englischer Abstammung, ihre Mutter kam aus Kuba - ließen sie zunächst bei einem Pastor aufwachsen, mit sechs Jahren kam Paula Fox in ein Kinderheim nach Kalifornien. Zwei Jahre später zog sie zu der Familie ihrer Mutter nach Kuba, wo sie auf einer Zuckerrohrplantage lebte. Bis zu ihrem 12. Lebensjahr war Paula Fox bereits auf neun verschiedene Schulen gegangen. 1933 kehrte sie zusammen mit ihrer Großmutter nach New York zurück, wo sie auch heute noch lebt. Paula Fox ist verheiratet, hat drei Kinder und mehrere Enkelkinder.
Neben den Romanen für Erwachsene hat sie auch zahlreiche Kinderbücher veröffentlicht, für die sie 1978 mit dem Hans-Christian-Andersen-Preis ausgezeichnet wurde. Seit Jahren ist sie immer wieder für den Literaturnobelpreis im Gespräch. Der Roman „Ein Bild von Ivan“ entstand bereits Ende der sechziger Jahre, wurde in den USA jedoch erst im Jahr 2004 veröffentlicht. Nun ist er – übersetzt von Brigitte Jakobeit – auch in deutscher Sprache zu lesen und dabei kein bisschen verstaubt.
Quellen:
Kulturmagazin perlentaucher.de und
Boje-Verlagshomepage
Inhalt
Ivans Mutter starb, als er noch klein war. Alles, was Ivan von ihr weiss, ist, dass sie als Kind auf einem Schlitten aus Russland fliehen musste. Sein Vater ist andauernd geschäftlich um die ganze Welt unterwegs. Die Haushälterin aus Haiti, die sich tagsüber um ihn kümmert, sowie ein Onkel, der sporadisch auftaucht, sind auch kein Ersatz für die fehlende Familie. Das Leben des elfjährigen Jungen aus gutem Haus ändert sich schlagartig, als ihn sein Vater zum Porträtsitzen schickt. Der Maler Matt Mustazza und Miss Manderby, eine alte Frau, die ohne Bücher nicht sein kann und während den Malsitzungen vorliest, füllen Ivans Leere mit Geschichten aus der Literatur und öffnen ihm die Augen für Kunst und Phantasie. Durch sie entdeckt Ivan eine ganz neue Welt, und vor allem spürt er, dass die beiden ihn mögen und ihm zuhören, wenn er von seiner Mutter erzählt. Die kurze Reise zu dritt nach Florida, wo Matt ein altes Gutshaus malt, bevor es einem Golfplatz weichen muss, wird für Ivan zum prägenden Erlebnis: Er merkt, wie sein Leben tiefer und aufregender wird, wenn er sich der Wirklichkeit stellt und weiss, was er will. Voll Zuneigung und Lust auf das Leben kehrt er zurück zu seinem Vater. Mit dem Porträt eines jungen Menschen auf dem Weg zum Erwachsenwerden wird auch das Schlittenbild fertig. Auf dem Schlitten sitzen all die Menschen, die Ivan zugeneigt sind. Mit diesem Bild an der Wand lässt sich das Leben angehen.
