Martha Heesen: Marie und der Himmel auf Erden

Aus dem Niederländischen von Rolf Erdorf.

Düsseldorf: Sauerländer-Verlag, 2006.

125 S.

ISBN 978-3-7941-6062-4

Zur Autorin

Martha Heesen, geboren 1948 in Oisterwijk in den Niederlanden, hat ursprünglich als Übersetzerin gearbeitet. 1993 veröffentlichte sie ihren ersten Kinderroman. Heute zählt Martha Heesen zu den bedeutendsten niederländischen Jugendbuchautorinnen. Sie hat zahlreiche Auszeichnungen für ihre Bücher erhalten, sowohl von Kritikern als auch von Kindern.

Inhalt

«Verrückt war es schon, zwei alte Leute, die die Strasse entlanggingen und sich gegenseitig umarmt hielten, zwei weisse Köpfe, zwei Rücken mit diesen gekreuzten Armen ...». Marie kann es nicht fassen, dass ihr Opa eine neue Freundin hat. Fünf Jahre lang ist das Mädchen jeden Tag nach der Schule zu ihm gegangen. Opa hatte immer Zeit für einen Schwatz und stellte nie doofe Fragen, wenn sie von ihren Problemen erzählte. Er baute mir ihr in seiner Werkstatt – dem «Eisenhimmel» – Maschinen: «Marie Laure» zum Beispiel, ein Schiff auf Stelzen, oder «Schluckauf», die Zimmeraufräum-Maschine. Aber jetzt sitzt auf einmal eine fremde Frau an Opas Tisch, Greet, und trinkt Tee aus dem vornehmen Geschirr. Den Duft ihres Parfums riecht Marie im ganzen Haus, dabei ist Oma erst fünf Jahre tot. Die Frau redet davon, dass Opa ein Künstler ist und will seine Maschinen ausstellen, auch «Marie Laure». Wenn Opa mit der «Stimme für schwierige Sachen» mit Marie über Greet reden will, geht sie ihm aus dem Weg. Sie verbeisst sich in ihre Wut und plant an ihrem elften Geburtstag einen Coup, der die Ausstellung verhindern und Opa aus den Armen von Greet reissen soll. Martha Heesen erzählt diese Geschichte über Liebe und Eifersucht, über Anerkennung und das Erwachsenwerden ganz aus der Sicht von Marie. Sie macht dadurch die starken Gefühle des Mädchens für die Lesenden nachvollziehbar. «Wir haben gewonnen!», ruft Marie am Schuss ihrem Opa zu, und weiss doch, dass sich alles verändert hat.