Jürg Schubiger: Die Geschichte von Wilhelm Tell

Zürich: Nagel & Kimche-Verlag 2003

93 S.

ISBN: 978-3-312-00942-1

Zur Autor

Jürg Schubiger wurde am 14.10.1936 in Zürich geboren. Aufgewachsen ist er in Winterthur. Er arbeitete in mehreren Berufen, unter anderem als Gärtner und Holzarbeiter ehe er sich selbständig auf die Matura vorbereitete und sich zum Studium der Germanistik, Psychologie und Philosophie entschloss. Nach Abschluss seiner akademischen Ausbildung mit dem Titel des Dr.phil. war Schubiger von 1969-1979 als Verleger im pädagogischen Verlag seines Vaters tätig. Er bildete sich im Bereich der Einzel- und Gruppentherapie weiter und lebt heute als Schriftsteller und Psychotherapeut in Zürich. Schubiger ist verheiratet, Vater zweier Kinder und hat mittlerweile 6 Enkelkinder. In letzter Zeit ist Jürg Schubiger vor allem als Kinder- und Jugendbuchautor hervorgetreten.

 

Quelle und weitere Informationen: bibliomedia

Inhalt

Ein Knabe verbringt die Sommerferien bei den Grosseltern in Altdorf. Vater und Mutter leben seit geraumer Zeit getrennt, die Mutter ist froh um ein paar Wochen ohne das Kind. Der Neunjährige ist gerne bei den Grosseltern, wenn er nur kein Heimweh hätte. Er liebt es besonders, wenn sich der Grossvater gegen Abend auf die Treppe zum Garten setzt und ihm die Geschichte von Wilhelm Tell erzählt, Stück für Stück bis die Ferien vorbei sind und Gessler ein toter Mann ist.

Jürg Schubiger gelingt eine intensive und farbige Geschichte, in der Tells Sohn Walter im Zentrum steht, der – wie der Ich-Erzähler – um seinen Vater bangt, und der – wie der Ferienbub – mit seinen Ängsten umgehen lernen muss. Dass die Grossmutter dem Enkel zeigt, wie man mit einem Sackmesser dem Heimweh-Toggeli beikommt, gehört mit zum Glück dieses Sommers, ebenso wie die Ansichtskarte vom Vater, die den Knaben am Schluss der Ferien erreicht. Demnach müssen Vater und Mutter zusammen telefoniert haben: „Mindestens mal telefoniert“.